AI- und Datacenter-Netzwerke wirtschaftlich verbinden – mit 8/16-Kanal O-Band DWDM

AI-Cluster, High Performance Computing und Data Center Interconnects stellen hohe Anforderungen an optische Netzwerke. Immer grössere Datenmengen, kurze Latenzzeiten und steigende Bandbreiten erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen und zugleich wirtschaftlichen Verbindungslösungen.

Dabei zählt nicht nur die maximale Übertragungskapazität. Entscheidend sind auch tiefe Kosten pro Verbindung, ein effizienter Fasereinsatz und eine skalierbare Architektur. Genau hier bietet DWDM im O-Band eine attraktive Alternative zu klassischen C-Band- oder Multi-Fiber-Lösungen.

Mehr Bandbreite auf einem Faserpaar

Ein 8/16-Kanal DWDM O-Band Multiplexer kombiniert mehrere eng beieinanderliegende Wellenlängen im Bereich um 1310 nm auf einem einzigen Singlemode-Faserpaar. So können mehrere optische Kanäle parallel übertragen werden, ohne für jede Verbindung ein eigenes Faserpaar zu nutzen.

Für Betreiber von AI-Rechenzentren, HPC-Umgebungen oder DCI-Lösungen bedeutet das: Auf vorhandenen Glasfaserressourcen lässt sich mehr Bandbreite bereitstellen. Das ist besonders dort wirtschaftlich interessant, wo Faserressourcen begrenzt oder kostenrelevant sind.

Ideal für kurze, leistungsstarke Verbindungen

Das O-Band eignet sich besonders für Anwendungen mit hoher Bandbreite auf kurzen bis mittleren Distanzen. Dazu gehören AI- und HPC-Cluster sowie Data Center Interconnects.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der geringen Dispersion im Bereich um 1310 nm. Dadurch können optische Systeme einfacher aufgebaut werden als bei vielen klassischen C-Band-Lösungen. In vielen Anwendungen sind keine hochkomplexen kohärenten Laser, weniger Dispersion-Kompensation und einfachere PAM4-Architekturen erforderlich. Das reduziert die technische Komplexität und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Gesamtlösung.

Wirtschaftlich skalieren

Besonders bei Datacenter-Verbindungen unter 30 km kann O-Band DWDM wirtschaftlich attraktiv sein. Während C-Band-Technologien ihre Stärken vor allem im Metro- und Long-Haul-Bereich ausspielen, ist O-Band für kurze, bandbreitenintensive Verbindungen oft die kosteneffizientere Wahl.

Die hohe Kanaldichte ermöglicht es, zusätzliche Kapazität schrittweise aufzubauen, ohne für jeden weiteren Kanal ein separates Faserpaar einzuplanen. Damit eignet sich die Lösung für Unternehmen, die ihre AI- oder Datacenter-Infrastruktur erweitern und gleichzeitig die Kosten pro Faserpaar und Übertragungskanal im Blick behalten möchten.

Typischer Kostenvergleich

Anwendung O-Band C-Band
Datacenter < 30 km günstiger teurer
AI / HPC Cluster günstiger selten genutzt
100G Ethernet meist günstiger komplexer
Metro DWDM ähnlich oft günstiger
Long-Haul ungeeignet klar günstiger

O-Band DWDM eignet sich vor allem dort, wo hohe Bandbreite, kurze Distanzen und eine wirtschaftliche Nutzung bestehender Faserressourcen entscheidend sind. C-Band bleibt hingegen die passende Wahl für grössere Distanzen sowie klassische Metro- und Long-Haul-Anwendungen.

Kompatibel mit gängigen Plattformen

Die O-Band-Module sind gemäss QSFP28 MSA und SFF-8636 standardisiert. Dadurch sind sie mit vielen marktüblichen Switches und Routern kompatibel, unter anderem mit Systemen von Arista Networks, Juniper Networks und Cisco Systems.

Für Betreiber bedeutet das eine einfache Integration in bestehende Netzwerkumgebungen. Vorhandene Plattformen können weiter genutzt werden, während die optische Transportkapazität gezielt erweitert wird.

Das Highlight der Lösung

Das Highlight der 8/16-Kanal O-Band DWDM-Lösung liegt in der Kombination aus hoher Bandbreite pro Faserpaar, geringer Dispersion und kosteneffizienter optischer Architektur. Auf einem einzigen Faserpaar lassen sich mehrere leistungsstarke optische Kanäle realisieren.

Gerade dort, wo C-Band-Systeme für kurze Distanzen wirtschaftlich weniger attraktiv sind, bietet O-Band DWDM eine kompakte, energieeffiziente und skalierbare Alternative.

Lösungen im Einsatz

  • 8/16-Kanal DWDM Multiplexer im O-Band
  • Übertragung im Bereich um 1310 nm
  • Nutzung eines Singlemode-Faserpaars
  • QSFP28-kompatible O-Band-Module
  • Standardisierung gemäss MSA und SFF-8636
  • Geeignet für AI-Cluster, HPC und DCI

Unser Lösungslieferant Smartoptics

Als Lösungslieferant setzt Trigon auf Smartoptics, einen Anbieter offener optischer Netzwerklösungen für moderne WDM– und DCI-Infrastrukturen. Die Open Line Systems von Smartoptics basieren auf der Dynamic Connectivity Plattform DCP und unterstützen offene Punkt-zu-Punkt-, Ring- und Mesh-Netzwerke für 1 bis 800 Gbit/s. Die Produktpalette umfasst unter anderem DCP-M als Plug-and-Play Open Line System, DCP-F für aktive optische Einheiten, DCP-R für ROADM-basierte Metro- und Regionalnetze sowie Multiplexer, OADMs, Transponder, Muxponder, optische Transceiver und die SoSmart Software Suite. Damit ergänzt Smartoptics die 8/16-Kanal O-Band DWDM-Lösung für Kunden, die hohe Bandbreite, offene Architektur, einfache Integration und Investitionssicherheit verbinden möchten.