PON-Lösung für Smart Metering, IoT und Wärme

Punkt-zu-Multipunkt so einfach wie Punkt-zu-Punkt: Smart Metering, Wärme, IoT und weitere technische Dienste brauchen eine Glasfaserinfrastruktur, die zuverlässig funktioniert, einfach wächst und im Betrieb schlank bleibt.

Genau dafür hat Trigon eine PON-Lösung entwickelt, die technische Kommunikationsnetze robust, offen und wirtschaftlich macht.

Statt komplexer Managementplattformen, starrer Herstellerabhängigkeiten und unnötiger laufender Kosten steht eine offene, robuste und praxiserprobte Architektur im Mittelpunkt. Sie lässt sich einfach in Betrieb nehmen, flexibel erweitern und langfristig wirtschaftlich betreiben.

Mit unserer GPON-basierten Architektur wird Punkt-zu-Multipunkt so einfach wie klassisches Punkt-zu-Punkt. Die Lösung ist robust, schlank und rolloutfähig – ausgelegt für technische Kommunikationsnetze, die über Jahre wachsen und trotzdem einfach bleiben sollen.

Trigon verbindet dabei langjährige Erfahrung im Aufbau von FTTH- und Smart-Meter-Netzen sowie IoT-Lösungen mit einer praxisnahen Systemarchitektur. Bereits seit 2009 realisiert Trigon solche Netze; 2021 wurde zudem ein Smart-Meter-Transportnetz erfolgreich umgesetzt. Diese Erfahrung bildet die Grundlage für eine robuste, langfristig betreibbare und wirtschaftliche Lösung.

Robuste Architektur für technische Dienste

Die Lösung basiert auf einer klar strukturierten GPON-Architektur. Im PoP übernimmt die Beleuchtungseinheit die zentrale GPON-Funktion. Die optische Verteilung erfolgt über passive Splitter. In den Gebäuden werden die Signale durch ONU-Endgeräte oder SFP-ONU-Module in Ethernet-Kommunikation umgesetzt.

Damit lassen sich Smart Metering, Wärme-Anwendungen und weitere technische Dienste über dieselbe Infrastruktur anbinden. Die Dienste werden logisch sauber über VLAN getrennt. So bleibt die Architektur übersichtlich, sicher und erweiterbar.

Gerade für Smart-Meter- und IoT-Anwendungen ist diese Trennung wichtig. Unterschiedliche Anwendungen können unabhängig voneinander betrieben werden, ohne dass dafür parallele Infrastrukturen aufgebaut werden müssen.

MARS OLT von GX-Group

Als zentrale Komponente kommt der MARS OLT von GX-Group zum Einsatz. Der MARS OLT ist eine kompakte GPON-Plattform für den Aufbau von FTTH-, Smart-Meter- und IoT-Netzen. Er übernimmt im PoP die zentrale Beleuchtung der passiven Glasfaserinfrastruktur und verbindet die dezentralen ONU/ONT-Endgeräte mit dem übergeordneten Netzwerk.

Der MARS MOLT33-8P/16P verfügt über 8 beziehungsweise 16 GPON-Ports, zwei 10G SFP+ Uplink-Ports sowie zusätzliche 4 GE/SFP-Combo-Ports. Damit eignet sich das Gerät sehr gut für den Aufbau kompakter, leistungsfähiger und schrittweise erweiterbarer Zugangsinfrastrukturen. Die Plattform unterstützt GPON nach ITU-T G.984.x / G.988, OMCI Remote Management sowie GPON-Datenraten von 2.5 Gbit/s downstream und 1.25 Gbit/s upstream.

Für den Betrieb bringt der MARS OLT wichtige Funktionen wie VLAN-Funktionen, Bandbreitensteuerung und optische Leistungsüberwachung der PON-Ports mit. Zusätzlich unterstützt das System Management- und Diagnosezugriffe über CLI, Web, Telnet und SNMP. Funktionen wie 1+1 Power Hot Backup, Type B PON Protection, ERPS, RSTP und Loopback Detection tragen zu einem stabilen Betrieb in technischen Infrastrukturen bei.

GX-Group ist ein Technologiehersteller im Bereich Breitband-, Glasfaser- und Zugangsnetze. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für moderne FTTx-, PON- und Netzwerkinfrastrukturen und stellt mit dem MARS OLT eine Plattform bereit, die für skalierbare, offene und wirtschaftliche Zugangsnetze eingesetzt werden kann.

Offen für die Zukunft statt gebunden an einen Hersteller

Im Mittelpunkt steht zuerst die sichere Funktionalität mit den Smart Managern. Die Lösung wurde mit den gängigen Smart Managern des Schweizer Markts auf Interoperabilität getestet und ist darauf ausgelegt, sich sauber in bestehende Smart-Meter-Umgebungen einzufügen.

Darauf aufbauend zeigt sich die Offenheit der Architektur auch bei den Netzkomponenten. Die Lösung ist nicht auf ein geschlossenes Endgeräte-Ökosystem beschränkt, sondern offen für verschiedene ONU/ONT-Hersteller. Getestet wurde die Interoperabilität unter anderem mit Komponenten von 6com, GX-Group, Nokia und ONU BB GmbH.

Damit wird ein klassischer Hersteller-Lock-in vermieden. Betreiber behalten mehr Freiheit bei Beschaffung, Ersatz, Ausbau und Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur. Das ist besonders wichtig bei langfristigen Netzen, die über viele Jahre betrieben, erweitert und angepasst werden.

Kurz gesagt: Die Infrastruktur bleibt offen. Betreiber sind nicht gezwungen, über Jahre beim gleichen Endgerätehersteller zu bleiben. Wenn technische Anforderungen, Verfügbarkeit, Preise oder Beschaffungsstrategien ändern, kann die ONU/ONT-Seite flexibel angepasst werden.

Echte Plug-and-Play-Lösung

Der zentrale Vorteil liegt im automatisierten Onboarding der ONU/ONT-Endgeräte. Dank Auto Find und Auto Registration werden neu angeschlossene Teilnehmer automatisch erkannt und anhand definierter Profile in Betrieb genommen. Das reduziert den Aufwand bei Installation, Erweiterung und Gerätetausch erheblich.

Die einzelnen ONU/ONT-Endgeräte müssen nicht manuell konfiguriert und nicht vorgängig inventarisiert werden. Neue Teilnehmer können standardisiert eingebunden werden, wodurch der Rollout deutlich einfacher, schneller und weniger fehleranfällig wird. Gerade bei grossflächigen Smart-Meter-Projekten ist das ein entscheidender Vorteil.

Gleichzeitig ist für den Grundbetrieb kein separates Hersteller-NMS nötig. Die OLT-Komponente kann eigenständig betrieben werden. Ein Managementsystem kann eingesetzt werden, wenn es gewünscht ist – es ist aber keine Voraussetzung. Damit bleibt die Lösung schlank, übersichtlich und unabhängig von unnötiger Systemkomplexität. Passend dazu setzt Trigon im Netzmanagement auf einfache, herstellerunabhängige und automatisierbare Betriebsmodelle.

Flexibler Ausbau ohne Architekturbruch

Ein weiteres Highlight ist die freie Standortwahl im Netzdesign. Da keine grosse modulare OLT-Plattform zwingend an einem zentralen Standort eingesetzt werden muss, kann die Lösung flexibel auf mehrere PoP-Standorte verteilt werden.

Das ist besonders vorteilhaft für Netze, die etappenweise wachsen. Betreiber können dort ausbauen, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist – ohne die Architektur grundsätzlich verändern zu müssen.

Damit eignet sich die Lösung sehr gut für langfristige Rollouts, bei denen über mehrere Jahre neue Liegenschaften, Dienste oder Anwendungen hinzukommen.

Kompakte und effiziente Smart-Meter-Anbindung

Für Smart Metering kann ein SFP-ONU-Modul direkt im Smart Manager mit SFP-Slot eingesetzt werden. Dadurch sind keine zusätzlichen aktiven Geräte vor Ort notwendig. Die Lösung bleibt platzsparend, energieeffizient und wartungsarm.

Für Betreiber bedeutet das: weniger Komponenten im Feld, geringerer Energiebedarf und weniger Wartungsaufwand.

Unsere PON-Lösung verbindet die Effizienz von Punkt-zu-Multipunkt mit der Einfachheit, die viele Betreiber bisher nur von Punkt-zu-Punkt-Netzen kennen. Sie ermöglicht einen etappenweisen Ausbau, reduziert operative Komplexität und schafft eine langfristig nutzbare Infrastruktur.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick: echte Plug-and-Play-Inbetriebnahme, kein zwingendes Hersteller-NMS, kein Hersteller-Lock-in, Unterstützung verschiedener ONU/ONT-Hersteller, VLAN-basierte Dienstetrennung, autarker Betrieb ohne Internetabhängigkeit und ein flexibler Ausbau über mehrere Standorte.

Christoph Good

Technischer Leiter Baar Sie planen Smart Metering, Wärme oder IoT über Glasfaser? Wir machen Punkt-zu-Multipunkt so einfach wie Punkt-zu-Punkt.